Sucht

Verstehen Sie Sucht: Ursachen, Auswirkungen und Wege zur Unterstützung.

Unsere Webseite bietet fundierte Informationen über Sucht, um Betroffenen und Angehörigen wertvolle Hilfe zu bieten.

Stoffgebundene Abhängigkeiten

Stoffgebundene Abhängigkeiten sind Süchte nach bestimmten Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder Drogen. Betroffene entwickeln ein starkes Verlangen nach dem Stoff und verlieren oft die Kontrolle über dessen Konsum.

Verhaltenssüchte

Verhaltenssüchte sind Abhängigkeiten von bestimmten Verhaltensweisen, zum Beispiel Glücksspiel, Computerspielen oder Online-Shopping. Betroffene können ihr Verhalten trotz negativer Folgen oft nicht kontrollieren.

Sucht erklärt

Sucht ist eine chronische Erkrankung, bei der Menschen die Kontrolle über den Konsum einer Substanz oder über ein bestimmtes Verhalten verlieren. Sie kann stoffgebunden sein (z. B. Alkohol, Nikotin, Medikamente oder illegale Drogen) oder stoffungebunden auftreten, etwa als Glücksspielsucht oder Computerspielstörung. Menschen mit einer Sucht verspüren ein starkes Verlangen (Craving), obwohl der Konsum oder das Verhalten bereits gesundheitliche, soziale oder finanzielle Probleme verursacht. Quelle: BMG

Typische Merkmale einer Abhängigkeit sind:

  • starkes Verlangen nach der Substanz oder dem Verhalten (Craving),
  • Kontrollverlust über Menge oder Dauer des Konsums,
  • Toleranzentwicklung (es werden größere Mengen benötigt, um die gleiche Wirkung zu erzielen),
  • Entzugserscheinungen beim Absetzen,
  • Vernachlässigung von Familie, Schule, Beruf oder Hobbys,
  • Fortsetzen des Konsums trotz negativer Folgen.

Quelle Bundesamt für Gesundheit

Die Entstehung einer Sucht ist meist auf das Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren zurückzuführen. Dazu gehören beispielsweise eine genetische Veranlagung, psychische Belastungen, Stress, traumatische Erfahrungen oder der Einfluss des sozialen Umfelds. Sucht ist deshalb keine Willensschwäche, sondern eine anerkannte Erkrankung, die behandelt werden kann. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören Beratung, Psychotherapie, Selbsthilfegruppen und – je nach Art der Sucht – auch Medikamente. Quelle: Bundesamt für Gesundheit

Statistik über Süchten

Für eine Facharbeit eignet sich eine Übersicht mit den wichtigsten Suchterkrankungen in Deutschland. Die Zahlen stammen aus dem DHS Jahrbuch Sucht 2026 sowie dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und gehören zu den aktuellsten verfügbaren Daten. Quelle: DHS

SuchterkrankungBetroffene in Deutschland (ca.)
Tabak-/Nikotinabhängigkeitca. 16 Millionen
Alkoholabhängigkeitca. 1,6 Millionen
Medikamentenabhängigkeitca. 1,8 Millionen
Cannabisabhängigkeitca. 515.000
Abhängigkeit von anderen illegalen Drogen (z. B. Kokain, Amphetamine, Opioide)ca. 300.000–400.000
Glücksspielsuchtca. 1,3 Millionen
Problematische Internet-/Computernutzungca. 5,5 % der 18–25-Jährigen, bei Jugendlichen (12–17 Jahre) 8,4 %

Quelle: BMG