Dysthymie

Erfahren Sie alles Wesentliche über Dysthymie, ihre Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

Diese Seite liefert fundierte Informationen zu Dysthymie, erläutert Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten, um Betroffenen und Interessierten umfassend zu helfen.

Wichtige Informationen über Dysthymie

Die Dysthymie (auch dysthyme Störung) ist eine chronische, weniger stark ausgeprägte Form der Depression. Betroffene leiden über mindestens zwei Jahre fast täglich unter einer gedrückten Grundstimmung und Antriebslosigkeit, empfinden ihre Schwermut jedoch oft fälschlicherweise als Teil ihrer Persönlichkeit.

Die Symptome ähneln einer normalen Depression, nur sind die Symptome nicht so stark ausgeprägt. Doch das Belastende für Betroffene ist, dass sie über eine lange Zeit davon betroffen sind.

Double Depression

Wenn bei einer Dysthymie noch eine depressive Episode hinzukommt, bezeichnet man dies in der Fachsprache als Double Depression.

Erkennen von Dysthymie

Das Erkennen einer Dysthymie ist meistens sehr schwierig, da die Symptome sich sehr schleichend ins Leben einschleichen und die Betroffenen ihr Leben meistens noch bewältigen. Die Diagnose wird vom Facharzt gestellt, entweder durch Gespräche oder mittels eines Fragebogens.

ICD-10

Dysthymie ist im ICD-10 als F34.1 unter den anhaltenden affektiven Störungen klassifiziert. Sie bezeichnet eine chronische, leichte depressive Verstimmung, die andauernd oder wellenartig über mindestens zwei Jahre anhält, aber nicht die Kriterien einer klassischen, voll ausgeprägten depressiven Episode erfüllt.

  • Dauer: Mindestens zwei Jahre durchgehend oder mit nur kurzen beschwerdefreien Intervallen.
  • Symptome: Mindestens drei der folgenden Beschwerden müssen auftreten:
    • Verminderter Antrieb oder Aktivität
    • Schlafstörungen
    • Geringes Selbstwertgefühl oder mangelndes Selbstvertrauen
    • Konzentrations- oder Entscheidungsschwierigkeiten
    • Häufiges Weinen
    • Gefühl von Hoffnungslosigkeit oder Verzweiflung
    • Verminderte Freude und Interesse an alltäglichen Aktivitäten
    • Gefühl der Freudlosigkeit, Interesselosigkeit oder ständigen Erschöpfung
  • Ausschlusskriterium: Die Symptome dürfen in den ersten zwei Jahren nie stark genug oder langanhaltend gewesen sein, um eine leichte, mittelgradige oder schwere rezidivierende depressive Episode zu diagnostizieren.

Behandlung

Wie bei den meisten psychischen Erkrankungen gibt es die Psychotherapie, zum Beispiel kognitive Verhaltenstherapie oder interpersonelle Psychotherapie, und natürlich auch die Pharmakotherapie (Medikamente) zur Verfügung.