Depressionen

Diese Seite bietet eine umfassende Einführung in das Thema Depression.

Hier erklären wir die Grundlagen über Depressionen. Auf weiteren Seiten gehen wir tiefer in das Thema hinein.

Erfahren Sie mehr über Depressionen.

Depression ist eine gefährliche Erkrankung, wenn man nicht dagegen ankämpft und sich Hilfe sucht. In Deutschland sterben schätzungsweise etwa 6.000 bis 6.500 Menschen jährlich direkt infolge einer Depression. Diese Zahl basiert auf der Tatsache, dass bei etwa 60 % aller Suizide eine Depression als zugrunde liegende Erkrankung gilt. Jedoch ist eine Depression eine sehr gut behandelbare Erkrankung.

Wie gehe ich vor?

Als Erstes sollte man zu seinem Hausarzt gehen. Er schätzt die Situation ein und gibt dann eine Überweisung zu einem Psychiater, der die weitere Behandlung übernimmt. Wenn man bei seinem Psychiater keinen Termin bekommt, kann man die Kassenärztliche Vereinigung (116 117) anrufen, dort wird einem weitergeholfen. Im Folgenden stellen wir einige Behandlungsformen vor.

  • Psychotherapie: Die „Sprechtherapie“ (z. B. Verhaltenstherapie) hilft dabei, negative Gedankenmuster zu erkennen und aufzulösen, neue Verhaltensweisen zu erlernen und Konflikte zu bewältigen.
  • Medikamentöse Therapie: Antidepressiva wirken auf den Gehirnstoffwechsel und hellen die Stimmung auf, mindern Angstzustände und geben Antrieb zurück. Sie machen nicht abhängig.
  • Klinische Behandlung: Bei schweren Episoden oder akuten Krisen ist ein Aufenthalt in einer psychiatrischen oder psychosomatischen Klinik sinnvoll, um intensiv betreut zu werden.
  • Weitere Ansätze: Ergänzend können Bewegungstherapie, Lichttherapie oder Entspannungsverfahren (wie Autogenes Training) helfen.

Rezidivierende Depression

Eine rezidivierende Depression ist eine wiederkehrende Episode. Der Unterschied zu einer normalen Depression besteht darin, dass sie mehrfach auftritt und nicht nur bei einer einzigen Episode bleibt.

Symptome

Die 3 Hauptsymptome

  • Gedrückte Stimmung: Tiefe Traurigkeit, innere Leere, Hoffnungslosigkeit oder das Gefühl, völlig gefühllos zu sein.
  • Interessen- und Freudlosigkeit: Hobbys, soziale Kontakte oder Dinge, die früher Spaß gemacht haben, bereiten keine Freude mehr.
  • Antriebslosigkeit: Ständige Müdigkeit, Energiemangel und das Gefühl, selbst alltägliche Aufgaben nicht bewältigen zu können.

Zusatzsymptome

  • Psychisch:
    • Konzentrations- und Entscheidungsschwierigkeiten
    • Geringes Selbstwertgefühl und Selbstzweifel
    • Schuldgefühle oder das Gefühl der Wertlosigkeit
    • Pessimistische Zukunftssorgen
  • Körperlich:
    • Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafen oder frühmorgendliches Erwachen)
    • Appetitlosigkeit (seltener auch Heißhunger) und Gewichtsverlust
    • Innere Unruhe oder im Gegenteil: starke Verlangsamung
    • Unklare Schmerzen (z. B. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden)

Leichte Depression (F32.0 / F33.0): Mindestens 2 Haupt- und 2 Zusatzsymptome. Der Patient leidet, kann die meisten Aktivitäten aber meist noch fortsetzen

Mittelgradige Depression (F32.1 / F33.1): Mindestens 2 Haupt- und 3 bis 4 Zusatzsymptome. Große Schwierigkeiten, alltägliche Aktivitäten fortzuführen.

Schwere Depression ohne psychotische Symptome (F32.2 / F33.2): Alle 3 Hauptsymptome und mindestens 4 Zusatzsymptome, oft mit quälender Ausprägung (z.B. starke Agitiertheit oder völlige Hemmung).

Schwere Depression mit psychotischen Symptomen (F32.3 / F33.3): Schwere depressive Episode zuzüglich Halluzinationen, Wahnideen (z.B. Schuldwahn), psychomotorischem Stupor oder lebensgefährlicher Nahrungsverweigerung.

Dysthymie

Chronische Depression

Bipolare Störung

Manisch-depressiv

Postnatale Depression

Wochenbettdepression

Saisonale Depression

Winterdepression

Reaktive Depression

Spezifisch ausgelöst