Erfahren Sie, wie wir Mobbing Betroffenen zur Seite stehen.
Diese Seite informiert über Mobbing, zeigt Unterstützung für Betroffene auf, um Verständnis und Hilfe zu fördern.

Was ist Mobbing?
Mobbing bezeichnet das wiederholte und gezielte Schikanieren, Ausgrenzen oder Demütigen einer Person über einen längeren Zeitraum. Ziel ist es, die betroffene Person einzuschüchtern, herabzusetzen oder aus einer Gruppe auszuschließen. Mobbing kann in der Schule, am Arbeitsplatz, im Verein oder im Internet (Cybermobbing) stattfinden. Es unterscheidet sich von einem einmaligen Streit dadurch, dass die Angriffe regelmäßig erfolgen und ein Ungleichgewicht der Kräfte zwischen Täter und Opfer besteht.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): Mobbing.
Formen von Mobbing
Es gibt verschiedene Formen von Mobbing:
- Verbales Mobbing: Beleidigungen, Beschimpfungen oder Gerüchte.
- Soziales Mobbing: Ausgrenzen, Ignorieren oder Ausschließen aus einer Gruppe.
- Körperliches Mobbing: Schubsen, Schlagen oder Beschädigen von Eigentum.
- Cybermobbing: Beleidigungen, Drohungen oder das Verbreiten von Bildern und Gerüchten über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste.
Quelle: BIÖG
Erfahrung Berich
–.–.–.–.–.–.–.–.
Wie läuft Mobbing ab?
Mobbing entsteht meist nicht plötzlich, sondern entwickelt sich schrittweise. Oft beginnt es mit kleinen Konflikten oder Sticheleien. Wenn diese sich wiederholen und eine Person gezielt ausgegrenzt oder schikaniert wird, kann daraus Mobbing entstehen. Ein Kennzeichen von Mobbing ist, dass die Angriffe über einen längeren Zeitraum stattfinden und die betroffene Person sich kaum dagegen wehren kann.
Typischer Ablauf von Mobbing
1. Erste Konflikte
Am Anfang kommt es häufig zu Meinungsverschiedenheiten oder Streit. Diese sind zunächst noch normal und bedeuten nicht automatisch Mobbing. Erst wenn eine Person wiederholt angegriffen wird, entwickelt sich daraus Mobbing.
2. Wiederholte Schikanen
Die betroffene Person wird regelmäßig beleidigt, ausgelacht, ausgeschlossen oder durch Gerüchte verletzt. Die Angriffe werden mit der Zeit häufiger und gezielter.
3. Ausgrenzung
Betroffene werden von gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen, ignoriert oder bewusst isoliert. Dadurch fühlen sie sich oft einsam und hilflos.
4. Psychische und körperliche Folgen
Durch das anhaltende Mobbing können Angst, Stress, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Depressionen oder körperliche Beschwerden entstehen. Die Leistungen in der Schule oder am Arbeitsplatz verschlechtern sich häufig.
5. Hilfe und Intervention
Damit Mobbing endet, ist es wichtig, früh Hilfe zu suchen. Betroffene sollten sich an Lehrkräfte, Eltern, Vertrauenspersonen, den Arbeitgeber oder Beratungsstellen wenden. Je früher eingegriffen wird, desto besser können weitere Folgen verhindert werden.
Folgen von Mobbing
Mobbing kann schwerwiegende Auswirkungen auf die psychische, körperliche und soziale Gesundheit haben. Je länger das Mobbing andauert, desto größer ist das Risiko für langfristige Folgen.
1. Psychische Folgen
Betroffene leiden häufig unter:
- Angst und Unsicherheit,
- geringem Selbstwertgefühl,
- Depressionen,
- Konzentrationsproblemen,
- Schlafstörungen,
- Stress und Erschöpfung.
In schweren Fällen können auch Selbstverletzungen oder Suizidgedanken auftreten.
Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) – Cybermobbing
2. Körperliche Folgen
Mobbing kann sich auch körperlich bemerkbar machen. Häufige Beschwerden sind:
- Kopf- und Bauchschmerzen,
- Schlafstörungen,
- Appetitlosigkeit,
- Müdigkeit,
- Herz-Kreislauf-Beschwerden durch anhaltenden Stress.
Quelle: BMFSFJ – Formen der Gewalt erkennen
3. Soziale Folgen
Mobbing führt oft dazu, dass Betroffene:
- sich von Freunden und Familie zurückziehen,
- Schwierigkeiten haben, neue Kontakte zu knüpfen,
- das Vertrauen in andere Menschen verlieren,
- sich einsam fühlen.
Quelle: BMFSFJ – Formen der Gewalt erkennen
4. Folgen für Schule oder Beruf
Mobbing kann die Leistungen deutlich verschlechtern. Häufige Folgen sind:
- Konzentrationsprobleme,
- schlechtere Noten oder Arbeitsleistungen,
- häufiges Fehlen,
- Schul- oder Arbeitsplatzwechsel,
- Ausbildungs- oder Studienabbruch.
Quelle: BMFSFJ – Cybermobbing
5. Langfristige Folgen
Bleibt Mobbing über längere Zeit bestehen, können die Auswirkungen auch im Erwachsenenalter anhalten. Dazu gehören:
- chronische psychische Erkrankungen,
- geringes Selbstvertrauen,
- soziale Ängste,
- Schwierigkeiten im Berufs- und Privatleben.
